2012-08-31
Die Physis verzeiht keinen Sturz. Falle ich, so falle ich dorthin, wo die Attraktivität am größten ist. Tausend Fänge zerren mich voran, einem Ziel entgegen, dessen Absolutheit ich mich nicht entziehen kann. Wie ein Armer versucht, vor dem Hunger davon zu laufen, wohl wissend, dass er ihn in sich selbst trägt, klammere ich mich an die Vorstellung, der Gravitation ein Schnippchen schlagen zu können, und trenne den Geist vom Körper. Wirr erscheint mir nun der Gedanke, dass mein Sein sich ins Ich verwandelt, sich von der Materie getrennt im Allein wieder findet. Ohne Kontakt zu einer Welt mit Bezugspunkten und Ausdehnung, verbannt im haltlosen Nichts, wird es mir schwer.
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2012-07-29
Sich im Kreise zu drehen, hat schon etwas Interessantes. Je schneller man sich dreht, desto mehr verschwimmt die Wahrnehmung. Die Aufmerksamkeit scheint sich dem Reigen der flirrenden Farben anzupassen, sich auszudehnen, und im Crescendo des abrupten Stopps ins Nichts aufzulösen. Gerade war das Subjekt noch im wohligen Alltag gebettet, schon fließt es in ungeahnte Sphären, deren Existenz ja nicht einmal vermutet werden dürfte.
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2012-06-22
An Solidität kaum zu übertreffen, zeigt sich mir ein Wall aus Abwehr. Ich muss ihn überwinden um zu meinem Ziel zu gelangen. Dunkel und bedrohlich baut er sich vor mir auf, verschluckt das Tageslicht. Mein Magen verkrampft sich, der Herzschlag wird schneller. Entlang der Mauer suche ich nach einer Schwachstelle, nach einem Weg dorthin, wo ich schon früher einmal gewesen bin. Ich streife mit meinen Fingern entlang der glatten Oberfläche, und halte nach irgendetwas Ausschau, das mich weiterbringen könnte.
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