2014-06-19
Wir alle tun es - wohl keiner ist unschuldig. Also täten wir gut daran, die Steine wieder auf den Boden zu legen, und uns der Ursache gewahr zu werden, die uns in dieses Dilemma geführt hat. Nicht wir können darauf pochen, eine Sache gut zu tun, sondern diejenigen, die auch im Amt stehen müssen sich um deren sorgfältige Ausübung kümmern. Wir werden wohl nie in solche Situationen kommen, etwas offiziell und öffentlich entscheiden zu müssen, also obliegt es nicht unserem Urteil, die Wegbereiter zu verdammen. Unsere Welt dreht sich nur im kleinen Kreise, bleibt beschränkt. Wiewohl sich die Massen am Unglück einiger weniger tränken, so ergbit sich immer wieder ein Widerspruch. Nichts wird zum Werk, was in der Sprache verbleibt. Der Ausdruck des Sprachlichen ist es, um den es geht.
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2014-05-27
Die Jagd hat begonnen, und wir hetzen wie die Wilden durch das Dickicht. Ob wir Jäger sind, oder Gejagte, wird uns erst irgendwann einmal klar werden. Wir können uns nur auf Expertenmeinungen verlassen, die uns beschwichtigen, weiterzumachen. Die Zunge wird zur Waffe, bekämpft alles, was sich nicht der persönlichen Vorstellung fügt. Es ist wie ein Spiel, bei dem es keine Regeln gibt, die uns ein Wegweiser durch die unzähligen Labyrinthe sein könnten - und wir stürmen weiter.
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2014-04-12
Es geht vermutlich vielen Menschen gleich, die ein verschollen geglaubtes Artefakt im hintersten Winkel ihres Wohnraums entdecken. Sie heben es auf, blasen mit einem gekonnten, heftigen Luftstoß den Staub von der Oberfläche, und beginnen sogleich mit dessen Untersuchung. Alles wird zur Nebensache, die Geräusche verschwinden, und der Fokus liegt auf dem Objekt. Es gilt nun als Symbol, als Zeichen, das stellvertretend für Erinnerungen, Gefühle, Assoziationen und dergleichen steht, und just in dem Moment eine Welle aus geistigen Eindrücken, aus Reminiszenzen, auslöst.
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