2024-06-17
Was sind schon Farben anderes als das, was nicht absorbiert werden kann? Wir schauen auf die Welt, und sehen uns immer in Konkurenz zu ihr. Es fehlt doch immer an allem: Es ist nicht genug zu essen da, die Dinge sind teuer und niemand liebt uns. Solche Einschätzungen sind es, die uns zu Konkurrenz süchtigen Menschen machen. Wir wollen mehr von allem, mehr Aufmerksamkeit und Einfluss, mehr Geld und Ansehen. Und doch ist die Natur unsere größte Lehrmeisterin, die uns immer wieder einen Spiegel vorzuhalten weiß. Wir sind, wer wir sind. Alles Bestreben, dies zu ändern führt zu Auflösung und Verzweiflung. Warum sollten wir denn jemals wer anderes sein als wir tatsächlich sind? Virtuelle Welten der Perfektion werden uns vor dieser Erkenntnis nie schützen können. Mehr...
2024-04-24
Das Verstehen fällt mir schwer: Die Welt will Frieden, und will diesen durch Krieg gewinnen. Der logische Fehler in dieser Forderung scheint nur wenigen aufzufallen. Wie soll etwas Sanftes durch Gewalt gewonnen werden? Bleiben wir kurz bei der Ontologie der Welt: Sanfte Dinge leiten sich von der Sanftheit ab, brutale Dinge vom Brutalen. Eine Querverbindung beider Kategorien zu erzwingen, ist brutal — daher auch der Hinweis auf den logischen Fehler. Aber gut, sei’s drum, die Welt will Fortschritt und Reichtum für alle… privilegierten Menschen. Arme gehören da nicht dazu. Auf ihnen trampelt die sogenannte Welt herum. Sie werden missbraucht, ausgenutzt und als Humankapital leblos auf den Müll geworfen. Niemand fragt sich, ob das gerecht ist. Gerechtigkeit wird in Gerichten erzeugt, und lässt sich — mit einem Preisschild versehen — von Eliten erkaufen. Eine Verschwörungstheorie, möchte man dazu sagen, aber doch ein Kind der Möglichkeit. Mehr...
2024-03-29
Ich sitze und warte, warte auf bessere Zeiten. Erinnerungen kündigen sich an, machen sich in der Wahrnehmung breit. Jetzt sitze ich, warte und denke nach. War damals wirklich alles besser? War ich damals wirklich glücklicher? Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das so gar nicht mehr beantworten. Gestern ist gestern, und heute ist heute. Was bleibt, sind Formen der Erkenntnis, die sich durch meine Persönlichkeit ausdrücken. Ich bin fertig mit dem Sitzen. Das Warten wird dadurch nicht erträglicher. Das Denken nehme ich mit auf meine Reisen. Mehr...