2017-03-30
Was, wenn es nicht so ist, wie ich es mir vorstelle? Würde ich dann trotzdem die Wahrheit akzeptieren? Meine Relation könnte sich arg daran stoßen, dass ich in meiner eigenen Haut nicht diese allumfassende Hülle des Es repräsentiere. Mag als Fakt gelten, dass meine Sehnsüchte mich verleiten, mir Dinge zu Wünschen, deren Erlangen außerordentliche Konsequenzen mit sich ziehen würden. Wohl niemand ist davor gefeit, sich vom Augenblick so bezirzen zu lassen, dass gutüberlegte Motive an Wichtigkeit verlieren.
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2017-03-20
Es ist dieses Gefühl… ich bin der Mittelpunkt, die Erde dreht sich um mich. Ich hasse sie dafür. Sie drängt sich auf wie ein Marktschreier, der mich nicht in Ruhe lässt, mir andauernd seinen Tand und Glitzer verhökern will. Wo ist er geblieben, jener Moment der Ruhe, aus dem heraus die Schöpfung von Neuem entspringen kann?
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2017-02-28
Um mich herum nehme ich eine Vielzahl an Fäden war. Sie ziehen von mir weg, hinaus in das, was ich Welt nenne. Die Fäden sind leicht, geschmeidig und schwingen in einer unbeschreiblich schönen Welle fort, wenn ich sie anschlage. Einen Faden möchte ich aufgreifen, ihm solange nachgehen, bis ich zu seiner Destination gelange. Aber würde mir das gefallen, was dort auf mich warten könnte? Von dieser Überlegung geplagt versuche ich mich von den Fäden wegzudrehen, sie so lange auszudehnen, bis sie mich nicht mehr gänzlich umschließen. Doch jede Bewegung zerrt mich nur mehr in die Mitte des Punktes, an dem ich festgekettet als Fädenschwinger verweile. Die Wellen schießen nur so über die Stränge meines Schicksals fort in alle Richtungen, preisen mich als ihren Urheber und Schöpfer an.
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