2017-06-30
Die Sonne strahlt, lieblich lacht mir die Welt entgegen. Es hat schon etwas Erhabenes, wenn einem der Wind der Ewigkeit um die Wangen streichelt, sich als treuer Begleiter an die Seite stellt, um doch auch zu zeigen, dass Veränderung eine unumstößliche Konstante darstellt. Vielleicht habe ich es ja falsch verstanden, und ich muss mich eigentlich nicht gegen die starke Strömung stellen, mich von ihr ziehen lassen, zu einem Endpunkt hin, dessen Erfahrbarkeit in diesem Leben womöglich verborgen bleiben muss. Mehr...
2017-05-31
Klare Gedanken entspringen meinem Verstand. Aus dem Fenster blickend diagnostiziere ich sie, attestiere ihnen ein bestimmtes Gewicht. Ich will es tragen, zu ihm stehen, um mir später nicht nachsagen lassen zu können, ich hätte mich doch zu wenig für die Sache eingesetzt. Diese Sache ist es, die mir den Schlaf raubt, mich wirr durch die Gassen streifen lässt, ohne Ausblick auf Linderung. Denn das Gefühl steht im Widerstreit mit der Vernunft, es ensteht eine Polarität, deren Wechselwirkungen gravierend sind. Das Universum scheint sich auf einen Punkt zu verdichten, eine neue Singularität andeutend. Mehr...
2017-05-18
Ich hadere mit Dir: “Du Kairos, du Ungeheuer hast mich erneut verschmäht! Lass mich endlich in Deiner Gunst stehen, damit auch mir Amors Geschenk zuteilwerden kann!” Der Dank äußert sich in einem Würgegriff, der mir fast die Besinnung raubt. Verschwommen sehe ich sein Gesicht, er redet nichts, doch seine Augen erzählen mir alles. Er wirft mich zu Boden, und kehrt mir den Rücken zu. Langsam erhebe ich mich wieder, wische mir die Tränen von den Wangen. Mehr...