Allgemein
2018-04-08
Was bist du nur für ein störisches Wesen! Was zierst du dich so innig gegen jeden Zaum, der dir doch nur zu deinem Besten angelegt werden soll? Will ich dir Eisen an deine Hufe schlagen, trittst du mich mit heftiger Inbrunst. Will ich dich lehren, mir in einem stupiden Kreise zu folgen, so brichst du beständig aus, und wirfst mir aus der Ferne deine Verachtung entgegen. Ich verstehe dich nicht. Einerseits bist du ein erstrebenswertes Ideal, andererseits gibts du dich nicht für deine Abrichtung her. So komm doch, erliege meinem Willen! Der Menschheit musst du als Geschenk dargebracht werden!
Mehr...
2017-05-13
Die Kluft wähnt sich wie eine Verhöhnung aller Freiheit: Ich sehe sie dort drüben, die Hand hoch haltend und mich grüßend. Keine Brücke ist zu finden, kein Weg dorthin auszumachen, wohin mein Herz mich zieht. Fest hält mich auf meiner Seite nur der Verstand. Sich über den gähnenden Schlund zu wagen, wäre leichter als man denkt. Doch sind die Konsequenzen nicht abzuwägen, die ein solches Hinüberschreiten mit sich ziehen würde. Ich sehe sie, sie sieht mich. Ihre Rufe, die durch ein Echo verzerrt werden, klingen noch immer wie die schönste Melodie des Universums, auch wenn ich ihrer nicht habhaft werden kann.
Mehr...
2017-03-30
Was, wenn es nicht so ist, wie ich es mir vorstelle? Würde ich dann trotzdem die Wahrheit akzeptieren? Meine Relation könnte sich arg daran stoßen, dass ich in meiner eigenen Haut nicht diese allumfassende Hülle des Es repräsentiere. Mag als Fakt gelten, dass meine Sehnsüchte mich verleiten, mir Dinge zu Wünschen, deren Erlangen außerordentliche Konsequenzen mit sich ziehen würden. Wohl niemand ist davor gefeit, sich vom Augenblick so bezirzen zu lassen, dass gutüberlegte Motive an Wichtigkeit verlieren.
Mehr...
