2012-03-05
Manchmal verhüllt der Schein die Tatsache, dass der Zirkelschluss der Gefühlswelten eine Bresche mitten in das Herz der Dinge schlägt. Wir fühlten uns sicher, bis alles einzustürzen drohte, was uns lieb und teuer war. Nun stehen wir hier, geläutert und gepeinigt, einen Schuldigen suchend, der uns unsere eigenen Fehler vergessen lässt, auf den sich all unser Neid, der Hass und unsere Eifersucht niederschlägt, wie ein gewaltiger Eissturz auf die Gletschermoräne. Wir werden zu Kindern, die Abseits von Moral agieren, die gesellschaftliche Konventionen missbilligen, und sich nur den eigenen Affekten hingeben. Wir spüren keine Reue, wir hauen einfach drauf. Mehr...
2012-02-18
Nicht immer geht im Leben alles nach dem subjektiven Plan. Manchmal stößt die eigene Vorausschau an ihre Grenzen, oder wird unwillkürlich auf die Wahrheit der Situation gelenkt. Der optimistische Blick kehrt sich in eine von Realismus geprägte Perspektive der Unverständnis. Darf das den so sein? Ich will es nicht glauben! So geht es wohl jedem einmal im Leben. Was tun, wenn wir mit all unseren Mitteln nicht weiter wissen, oder nichts ändern können? Wir tun uns leicht, gleich zum Konstrukt des Glaubens zu wechseln, uns auf andere, höhere Mächte zu verlassen, die das alles wohl wieder einrenken werden. Dies mag uns nützlich sein, wenn sich wider erwarten alles zum Besten wendet. Mehr...
2012-01-16
Manchmal überkommt mich jener seltsame Gedanke, der mich doch ein wenig aus der Bahn bringt. Ich wünsche mir dann, dass es so etwas wie die Liebe gar nicht gäbe. Einem Menschen zu begegnen, der die anderen im grauen Hintergrund verschwinden lässt, und der ein divines Licht auszustrahlen scheint, ist einerseits erhaben, schürt doch die Glut des Zweifelns. Wie soll ich so einem Menschen nur entgegen treten? Bin ich ihm überhaupt würdig? Mehr...